Schon zum dritten Mal begeisterte die Gruppe „Urknall“ das Publikum in St. Martin Anderten. Am 06. Juni traten Hanna Katrein Zinsser, Christina Bruns-Greinacher, Julian Bergau, Joachim Bruns und Cord Lampe mit ihrem „voll-dynamischen“ und mitreißenden Programm religiöser und traditioneller afrikanischer Lieder in unserer Kirche auf. Begleitet wurde ihr Gesang, der überwiegend in Sprachen aus Südafrika, Ghana und Simbabwe erfolgte, von Trommeln, aber auch von Kochlöffeln, einem Kochtopf, seinem Deckel und sogar von Gummistiefeln.
Gesang, Tanz, Gestik, Mimik und Lautstärke ließen das Publikum an Alltags-situationen wie Liebe, Trauer, Tod, Hochzeit, Handel, daneben tierischen Eigenheiten, menschlichen Schwächen usw. Anteil nehmen. Vor der Pause, wie immer bei Getränken und Snacks von der Stiftung für die Besucher bereitgestellt, kamen die Musiker bei einem mitreißenden „Gummistiefel- Tanz“ von afrikanischen Wanderarbeitern mächtig aus der Puste.
Nach der Pause standen auch ernstere Stücke im Mittelpunkt: Klagelieder aus der Zeit der Apartheit. Im Mittelpunkt stand der Zug als Symbol für Trennung, aber auch für eine bessere Zukunft: „Freedom is comming“, ein mitreißender, bekannter Song.
Die Texte der Lieder dieses Abends bewegten sich alle sehr nah am Alltag einfacher Leute. Sie drücken aus, was für sie Bedeutung hat, vom weinenden Baby bis zum alten Auto. Bei allem, auch bei schwer zu tragenden Lasten, dominiert immer die Lebensfreude. Bei einigen Liedern bekam auch das Publikum die Möglichkeit, mitzusingen und an dieser Lebensfreude teilzuhaben.
Am Schluss, beim letzten Lied aus Afrika, konnten wohl auch viele Besucherinnen und Besucher zustimmen: „Wir danken dir, Vater, dass du und so nimmst, wie wir sind.“