Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

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Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

Herzlich willkommen!

Losung Sonntag, 31. Mai 2020

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!

Jesaja 5,8

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Geistliches Wort

Auferstehung – völlig unglaubwürdig!?

Der Glaube an die Auferstehung Jesu ist grundlegender Bestandteil des christlichen Glaubens. Dieser Glaube beinhaltet die Aussage, dass der gestorbene Jesus an Ostern tatsächlich wieder lebendig war. Er lebte also nicht einfach nur in den Erinnerungen seiner Jünger weiter, sondern hatte den Tod real hinter sich gelassen.

Das sei eine lächerliche Vorstellung, sagen viele Menschen. Die Auferstehung sei Produkt eines antiken Wunderglaubens, mit dem aufgeklärte und intelligente Menschen nichts am Hut haben können. Ihr Hauptvorwurf: Die Auferstehung sei naturwissenschaftlich nicht überprüfbar und daher völlig unglaubwürdig.

Ich möchte diesem verbreiteten Vorwurf begegnen. Es stimmt, die Auferstehung ist naturwissenschaftlich nicht nachweisbar. Die spannende Frage aber ist: Ist sie deswegen unmöglich oder unglaubwürdig?

Dazu eine Überlegung: Das Wesen eines naturwissenschaftlichen Beweises ist, dass man einen Vorgang, der unter den gleichen Bedingungen stattfindet, immer und überall wiederholen kann und dass er immer das gleiche Ergebnis hervorbringt. Ein Beispiel: Verbrenne ich Wasserstoff, dann oxidieren zwei Moleküle Wasserstoff in dem Verbrennungsvorgang mit einem Molekül Sauerstoff zu Wasser. Das passiert immer und überall, wo ich Wasserstoff entzünde.

Das ist das Wesen des naturwissenschaftlichen Beweises. Und richtig: Ich kann die Auferstehung Jesu nicht reproduzieren, weder in echt noch im Labor. Ich kann auch nicht die Auferstehung eines anderen Menschen erzeugen. Also: Die Auferstehung Jesu lässt sich naturwissenschaftlich nicht beweisen oder nachvollziehen.

Aber nicht alles, was ich naturwissenschaftlich nicht beweisen kann, ist deswegen unwahr. Mit den Methoden der Naturwissenschaft kann ich auch nicht nachweisen, dass ich heute Morgen einen Termin am Aegi hatte. Dennoch war es so. Um das nachzuweisen, ist der naturwissenschaftliche Ansatz aber unbrauchbar. Für diese Wirklichkeit braucht es eher einen Beweis, den ich „historisch“ nennen möchte. Wie kann ich nachweisen, dass ich heute Morgen am Aegi war? Ich könnte Zeugen aufbieten, die mich gesehen haben. (Sind die Zeugen glaubwürdig?) Ich könnte mit der modernen Technik das Bewegungsprofil meines Handys auswerten lassen. Gibt es Menschen, die behaupten, mich woanders gesehen zu haben? Ich könnte vielleicht erzählen, ob heute Morgen etwas am Aegi besonders war, etwas, was man nur wissen kann, wenn man selber dort war. Aus diesen und anderen Indizien könnte man dann als bewiesen ansehen: Jawohl, ich war tatsächlich da.

Wenn wir mit dieser Methode an die Frage der Auferstehung Jesu herangehen, dann bietet sich folgendes Bild:

Es gibt zahlreiche Zeugen für die Auferstehung Jesu. Genauer gesagt: Nicht für den Vorgang der Auferstehung selbst, aber dafür, dass Jesus ihnen sehr lebendig begegnet ist. Doch genau diese „Lücke“ erhöht meiner Ansicht nach die Glaubwürdigkeit der Zeugen, denn sie bezeugen ein persönliches Erleben und nicht einen Vorgang, der wirklich schwer zu verstehen wäre. Die Zeugen erhöhen ihre Glaubwürdigkeit auch dadurch, dass sie selbst von dieser Begegnung mit dem lebendigen Jesus sehr überrascht sind und sie zunächst nicht recht begreifen können. Sie müssen sich erst an die Wirklichkeit des Auferstandenen gewöhnen.

Gibt es jemanden aus dem historisch nahen Umfeld, der die Auferstehung bestreitet?

Erstaunlicherweise gibt es keinen Beleg, weder innerbiblisch noch in außerbiblischen Quellen, dass die Auferstehung als Tatsache geleugnet wurde.

In den biblischen Quellen, insbesondere der Apostelgeschichte, werden den Jüngern Jesu allerhand Vorwürfe gemacht und sie werden immer wieder vor Gericht gestellt. Die Anklage lautet fast immer: Sie halten sich nicht an die Gebote Gottes bzw. sie halten sich nicht an die Speisegebote etc. Der Vorwurf, sie würden mit der Predigt von der Auferstehung Jesu Lügengeschichten verbreiten, wird nicht erhoben. Das ist erstaunlich, denn genau dies hätte für die Kritiker des ganz jungen Christentums doch ein leichter Angriffspunkt sein können.

Auch in außerbiblischen Quellen wird das junge Christentum zwar selten, aber doch erwähnt. Dass hier eine Lügengeschichte verbreitet wird, gehört nicht zu den zeitgenössischen Vorwürfen. Es wäre den Gegnern des jungen Christentums ein Leichtes gewesen, die Auferstehung als lächerlich darzustellen, wenn die Faktenlage und die Zeugenlage so dünn gewesen wären, wie viele Menschen es heute darstellen. Diese scheinbar offene Flanke des Christentums wird von den Gegnern jedoch nicht genutzt. Warum nicht?

Die größte Kritik an der Auferstehung findet sich erstaunlicherweise in der Bibel selbst. In seinem ersten Korintherbrief nimmt Paulus die Kritik einiger Christen aus Korinth auf. Sie leugnen die Auferstehung. Paulus entgegnet darauf, indem er eine Liste von rund 500 Zeugen nennt, einige direkt mit Namen. Zeugen, die dem Auferstandenen begegnet sind und zu der Zeit, als Paulus den Brief schrieb, noch lebten. Zeugen, bei denen die Korinther also sehr leicht selbst hätten nachfragen können. Hätte Paulus so eine Argumentation führen können, wenn er sich dieser Zeugen nicht sicher sein konnte? Dass drei oder vier oder eine Handvoll Zeugen sich für eine Lüge zusammentun, das ist denkbar. Aber 500? Und warum hätten sie das tun sollen?

Die biblischen Berichte der Evangelien erweisen sich an vielen, objektiv nachprüfbaren Stellen als ziemlich präzise. Die vielen Namen und Daten, die z.B. Lukas in sein Evangelium und in die Apostelgeschichte einfließen lässt, sind auch außerbiblisch gut belegt. Herodes der Große, Herodes Antipas, der Hohepriester Kaiphas, Pontius Pilatus, Kaiser Augustus, Cyrinius als Stadthalter von Syrien, alle Personen sind auch außerbiblisch gut belegt. Manche politischen Vorgänge, die sich in den Evangelien niederschlagen, sind ebenfalls außerbiblisch belegt. Die Autoren der Evangelien waren auch zeitlich dicht dran am Geschehen. Vielleicht waren sie keine Augenzeugen, aber sie haben offenbar mit Augenzeugen gesprochen und deren Informationen verarbeitet. Sie kannten die Geographie, sie kannten das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen.

Ein hieb- und stichfester Beweis ist das alles trotzdem nicht und so etwas gibt es in der antiken Geschichtswissenschaft auch gar nicht.

Was folgt daraus?

Die Auferstehung Jesu ist weitaus besser und umfangreicher belegt und bezeugt als viele andere historische Ereignisse, die wir trotz wesentlich dünnerer und schlechterer Quellenlage als historisch gegeben ansehen.

Muss man deswegen an die Auferstehung Jesu glauben? Nein. Aber niemand muss sich auslachen lassen oder an seiner Intelligenz oder seinen Fähigkeiten zweifeln, weil er die Auferstehung Jesu als Tatsache annimmt und auf dieser Tatsache sein Leben aufbaut.

Pastor Joachim Deutsch